American Friends of Germany
Englisch Deutsch
Über uns Unser Service Aktuell Archiv
Start > Unser Service > Projekte > Beispiel Förderkreis Denkmal
· Projekte
· Spenden und helfen
· Sicheres Spenden
· Partner
· Botschafter
 
Spenden Sie online
Spendenportal-Info

How We Help
KONKRETE PROJEKTE ALS BEISPIEL

> Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V. geht auf bürgerliches Engagement zurück; die Bürgerinitiative "Perspektive Berlin" mit der Publizistin Prof. Lea Rosh an der Spitze gab 1988 den Anstoss zum Bau eines Denkmals in Deutschland, das an den millionenfachen Mord an Juden erinnern, die Ermordeten ehren und ihnen ihre Namen zurückgeben soll.

Es wurden bekannte Unterstützer gewonnen, allen voran Willy Brandt. Er prägte auch den Leitsatz des Förderkreises: "Unsere Würde gebietet einen unübersehbaren Ausdruck der Erinnerung an die Ermordung der europäischen Juden".
Schließlich kam es am 25. Juni 1999 zu einem Beschluss des Deutschen Bundestages zum Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas.

„Eisenman II“ hieß der Entwurf, für den sich der Deutsche Bundestag an diesem Tag entschied: 2.711 Stelen, angeordnet auf einem unregelmäßig absinkenden Gelände mit einer Fläche von circa 19.000 m². Das Feld, vollständig begehbar und von allen vier Seiten zugänglich, wird vom Betrachter in seiner wellenförmigen Gestalt von jedem Punkt aus anders wahrgenommen. Am 27. Januar 2000 wurden mit der Enthüllung des Bauschildes die Bauarbeiten begonnen.

"In unserem Denkmal gibt es kein Ziel, kein Ende, keinen Weg, sich hinein- oder hinauszubahnen", beschreiben Richard Serra und Peter Eisenman den Grundgedanken ihres Entwurfes. "Die Stelen bedrängen und verunsichern den Besucher. Er entscheidet selbst, wie weit er sich in dieses Feld, in diese Erinnerung hineinbegibt.
Auf schwankendem Grund, eingetaucht in das Feld der Stelen, bekommt der Besucher nur einen kleinen Teil davon zu sehen. Er weiß um die Größe des Geländes, kennt vielleicht sogar die Zahl der Stelen, kann aber das gesamte Feld nicht erfassen – eine Metapher für das Unfassbare des millionenfachen Mordes an den Juden."


Ort der Information:

Das Denkmal wird durch einen „Ort der Information“ ergänzt, den der Architekt in der südöstlichen Ecke des Stelenfelds unterirdisch angelegt hat. Dieser über zwei Treppen und einen Fahrstuhl erreichbare Bau mit seiner beeindruckenden Architektur und eigenständigen Formensprache gibt in mehreren z. T. mit Tageslicht beleuchteten Räumen auf ca. 800 Quadratmetern Präsentationsfläche die notwendige Aufklärung über die Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der Juden Europas, die zu ehrenden Opfer und die authentischen Stätten ihrer Ermordung.

Der Ort widmet sich auch der Frage nach der Herkunft der zu ehrenden Opfer des Holocaust und versucht, die Ausdehnung des Mordens auf ganz Europa unter Einbeziehung anderer Opfergruppen zu dokumentieren. Gleichzeitig soll der „Ort der Information“ als ein Portal zur lebendigen und vielfältigen Gedenkstättenlandschaft in Deutschland und Europa dienen.

Eine zentrale Funktion dieses Ortes besteht darin, die abstrakte Form der Erinnerung, die das Denkmal vermittelt, durch Informationen zu den Opfern zu ergänzen. Dazu gehört zum Beispiel, dass an möglichst viele Namen von ermordeten Juden erinnert wird. Die Personalisierung von Erinnerung soll u. a. durch die Darstellung exemplarischer Lebens- und Familiengeschichten erreicht werden.


Raum der Namen und die Kampagne 60 x 6000:

Zum verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte gehört auch, dass die Opfer nicht nur anonyme Opfer sind. Bis zu sechs Millionen Juden wurden ermordet. Jedes Opfer hat einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte. Die Nazis haben alles daran gesetzt, den Opfern ihre Individualität zu nehmen und damit letztlich auch ihre Würde.
Der Raum der Namen im Denkmal gibt den Opfern ihre Geschichte und ihre Würde zurück. Das ist eine große Herausforderung, die nur durch eine breite bürgerschaftliche Unterstützung gemeistert werden kann.

Das Ziel der Kampagne 60 x 6000 ist, 6.000 Unterstützerpaten für die Erstellung weiterer Biographien im "Raum der Namen" zu finden, um möglichst alle Namen jüdischer Holocaustopfer darzustellen.
Eine Biographie zu erstellen kostet durchschnittlich € 60.-
Das sind die Kosten für die historische Recherche, die redaktionelle Aufbereitung dieser Recherche, also das Schreiben der Texte für Sprecherinnen und Sprecher, und die Aufnahme in den Rundfunk- oder Fernsehanstalten. Die audio-visuelle Umsetzung erfolgt in den Studios von ZDF, ARD und dem RBB, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Ein Team von wissenschaftlichen Mitarbeitern – finanziert durch die eingeworbenen Spenden des Förderkreises – erforscht unter Nutzung der weltweit vorhandenen Quellen die genauen Lebens- und Todesumstände der Ermordeten.
Die Kosten zur Hör- und Lesbarmachung dieser Namen belaufen sich auf viele Millionen Euro. Diese Kosten sind nicht im Bundesbudget des Denkmals enthalten. Deshalb sucht der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas Spender, die bei der Kampagne 60 x 6000 helfen.


Weitere Räume innerhalb des Ortes der Information:

Raum der Dimensionen
Raum der Familien
Raum der Orte


> Links zu Informationen über den Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas


Das Denkmal
Die Botschafter
Aktuelles
Führungen & Events


> Kontaktdaten des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.

Email und Telefon:

info@holocaust-denkmal-berlin.de
Tel.: +49 (0) 30 28 04 59 - 60
Fax : +49 (0) 30 28 04 59 - 63

Website:

www.holocaust-denkmal-berlin.de

Adresse:

Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V., Gormannstraße 14, 10119 Berlin

Verantwortlich: Prof. Lea Rosh