American Friends of Germany
Monday 05 January, 2009
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CHRONIK

Hintergrund: Wachsende Nachfrage nach transatlantischem Spenden

Die USA stellen den weltweit größten und bedeutendsten gemeinnützigen Sektor, der als erfolgreiches Modell für viele andere Nonprofitmärkte der Welt dient. Historische Gründe und die im Denken von US-Amerikanern tief verwurzelten Prinzipien der freiheitlichen Selbstverwirklichung jedes einzelnen Bürgers und der Unabhängigkeit vom Staat sind für die enorme Spendenbereitschaft in den USA verantwortlich.

Über 6,5 Milliarden US-Dollar werden jährlich von der US-Zivilgesellschaft für gemeinnützige Zwecke außerhalb der USA zur Verfügung gestellt. Der immense Geldfluss geht bislang allerdings überwiegend am deutschen gemeinnützigen Sektor vorbei. Im Wesentlichen ist dafür das US-Steuerrecht verantwortlich, das US-Amerikanern keinen Steuerabzug für Spenden direkt nach Deutschland gewährt.

Der Wunsch vieler Gönner, Spenden nach Deutschland zu leiten, ist aber groß. Über 42 Millionen (!) US-Amerikaner bezeichnen sich selbst als "deutsch-stämmig" (Quelle: US Census Bureau). Viele von Ihnen haben noch gute Kontakte nach Deutschland. Daneben sind viele US-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Deutschland präsent. Da es in den USA Teil der Öffentlichkeitsarbeit eines jeden gut geführten Unternehmens ist, für lokale soziale Zwecke zu spenden, sind auch US-Unternehmen stark daran interessiert, Gelder nach Deutschland zu transferieren für soziale Projekte am Ort des Sitzes ihrer Niederlassungen.

Gründung von American Friends of Germany am 21. September 2005

Einer großen Nachfrage nach Möglichkeiten für Spendentransfers von den USA nach Deutschland steht die Versagung des amerikanischen Steuerabzugs für derlei Spenden entgegen. Die Idee zur Gründung einer Organisation, die US-Amerikaner auf die einfachst mögliche Art in die Lage versetzt, ihre Spenden nach Deutschland zu leiten und die gleichzeitig den gewünschten steuerlichen Spendenabzugs sicherstellt, lag daher nahe. Der Name "American Friends of Germany" war schnell gewählt. Er soll die historisch gewachsene Verbundenheit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland unterstreichen.

Die konkreten Planungen zur Gründung von American Friends of Germany begannen Mitte 2005, anlässlich einer rechtsvergleichenden Doktorarbeit, die sich mit der steuerlichen Abzugsmöglichkeit von Spenden in den USA und der steuerlichen Probleme, denen internationale Spenden begegnen, beschäftigte.

Teil der Gründungsüberlegungen war es von Beginn an, die neue Organisation nicht ausschließlich als Transferorganisation für Spenden auszugestalten. American Friends of Germany sollte auch darauf ausgelegt sein, den amerikanischen Spendern ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, d.h. sorgfältig darüber zu wachen, dass die gespendeten Gelder in Deutschland ausschließlich für gemeinnützige Projekte verwendet werden. Ferner sahen die Gründer von American Friends of Germany vor, dass Aufgabe der Organisation auch die Förderung der deutsch-amerikanischen Freundschaft über den Bereich des transatlantischen Spendens hinaus sein solle.

Nach monatelanger Vorarbeit wurde American Friends of Germany am 21. September 2005 im Bundesstaat Delaware gegründet. Geschäftssitz war von Anfang an San Francisco, Kalifornien.

Zulassung durch den Internal Revenue Service am 8. August 2006

Am 8.August 2006 erkannte die amerikanische Finanzverwaltung American Friends of Germany als eine gemeinnützige und steuerbegünstigte Organisation nach US-Recht an.

Deutscher Sitz und Zulassung durch deutsche Steuerbehörde am 12. April 2007

Seit 2007 unterhält American Friends of Germany in Deutschland ein Büro. Am 12. April 2007 erfolgte durch das zuständige Finanzamt Mannheim die Anerkennung als gemeinnützige Organisation auch nach deutschem Recht. Seitdem sind auch Spenden deutscher Gönner an American Friends of Germany steuerlich abziehbar.